3.0 TDI-Motoren

Audi hat als Tochter der Volkswagen AG einen 3.0l Motor entwickelt - und diesen fleißig verbreitet. In einer Vielzahl von Audi Modellen ist der Motor verbaut, ebenso wie im VW Touareg, Porsche Macan und Porsche Panamera. Inzwischen sind fast alle Modelle aus dem Volkswagen Konzern mit dem Audi 3.0l V6 TDI Euro 6 Motor zurück gerufen.
 

Wie ist der aktuelle Stand?

Im Januar 2018 erfolgte der Rückruf des KBA für Audi Fahrzeuge mit 3.0l V6 TDI Motor. Angekündigt war eine Lösung der Audi AG für Februar - bis heute (Stand Juni 2018) hat jedoch weder das KBA noch die Audi AG diesbezüglich etwas verlauten lassen. Die Vermutung, dass die Fahrzeuge ohne Hardware-Lösung nicht die geltenden Abgasnormen erfüllen können, steht im Raum. Hinzu kommen staatsanwaltschaftliche Ermittlungen in der Vorstandsetage von Audi, die die Verbraucher weiter verunsichern - und möglicherweise die Wiederverkaufswerte der Fahrzeuge weiter sinken lassen.

Der Rückruf erfolgte bislang jedoch nur für Fahrzeuge mit Euro 6 Norm. Nach unserer Auffassung sind jedoch auch die Euro 5 Fahrzeuge manipuliert. Wieso sollten VW und Audi sich in den USA und Kanada andernfalls zu diesen Fahrzeugen vergleichen? Wieso sollte der VW-Konzern bei den 1.2l, 1.6l und 2.0l manipulieren müssen - bei 3.0l jedoch ein Fahrzeug ohne Abgasmanipulation normgerecht bauen können? Zudem steht eine Getriebemanipulation im Raum. Das entsprechende Getriebe wurde jedoch bereits in Euro 5 Fahrzeugen verbaut.

Was raten wir Ihnen?

Ihnen stehen grds. alle unter dem Abschnitt "Rechtliche Möglichkeiten" dargestellten Varianten als Ansprüche zu. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir einen Neulieferungsanspruch schon deshalb nicht geltend machen können, weil Porsche keine mangelfreien Nachfolgefahrzeuge herstellt. Wir raten dringend zu einer Rückabwicklung - bitte lessen Sie diesbezüglich auch die Informationen zu den Folgen des Updates beim VW-Abgasskandal.

Für solche Fahrzeuge, bei denen ein Rückruf durch das KBA bereits erfolgte, raten wir zunächst zur außergerichtlichen Geltendmachung Ihrer Ansprüche. Sollte außergerichtlich keine Lösung gefunden werden, empfehlen wir den Klageweg. Wir klagen bereits für verschiedene Modelle.

Für solche Fahrzeuge, bei denen kein Rückruf durch das KBA erfolgte, raten wir ebenfalls zur außergerichtlichen Geltendmachung der Ansprüche. Dies ist insbesondere mit Blick auf die kaufvertraglichen Gewährleistungsansprüche zu empfehlen. Auch die Inhaber nicht offiziell betroffener Fahrzeuge leiden zudem unter dem Audi Abgasskandal und müssen in der Regel bei einem Verkauf mit hohen Verlusten rechnen. Sollte außergerichtlich keine Lösung gefunden werden, steht Ihnen auch hier der Klageweg offen. Allerdings ist zu bedenken, dass Sie im Rahmen der Klage den Mangel am Fahrzeug - also die Abgasmanipulation - nachweisen müssen. Hierzu hilft es natürlich, wenn es einen offiziellen Rückruf gibt, da die Gerichte häufig in Anlehnung an die VW Verfahren von einem Mangel ausgehen. Daher raten wir derzeit dazu, Klagen bei nicht offiziell zurück gerufenen Fahrzeugen nach Möglichkeit zurück zu stellen.

FAQ

Gelten die Hinweise im Mandantenbereich auch für mich?

Da die Situation bei den 3.0l Fahrzeugen mit der Situation im Abgasskandal vergleichbar ist, gelten unsere Hinweise und Empfehlungen im Mandantenbereich auch für betroffene Fahrer von 3.0l Fahrzeugen.