Dieselskandal – Prüfen Sie jetzt Ihre Chancen

Individuelle Auswertung Ihrer Lage:  ✔ schnell ✔ sicher ✔ kostenlos

Jetzt Klageweg prüfen

Dieselskandal bei Fiat-Chrysler — Transport-, Reise- und Wohnmobilbranche betroffen — Ihre Möglichkeiten, unsere Hilfe

Der Automobilhersteller Fiat-Chrysler ist in den Fokus des Diesel-Abgasskandals gerückt. Ermittler aus Deutschland, Italien und der Schweiz haben am 22. Juli 2020 unter anderem mehrere Standorte von Fiat durchsucht. Es geht laut Staatsanwaltschaft Frankfurt um den Verdacht, dass in Diesel-Motoren von Fiat bei der Abgasreinigung mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung getrickst worden ist. Beim Tochterunternehmen Jeep hat die niederländische Verkehrsaufsicht RDW bereits Anfang 2020 den SUV „Grand Cherokee“ zurückrufen lassen. Auch das Kraftfahrt-Bundesamt hat den „Cherokee“ unter Beobachtung. Wie beim VW-Skandal sollen bei Fiat die Grenzwerte für Stickoxide im Realbetrieb auf der Straße nicht eingehalten werden. Sie als betroffener Fiat-Kunde sind geschädigt worden. Verwickelt in den neuen Abgasskandal ist auch das mit dem Fiat-Imperium verbundene Unternehmen Iveco, das neben Nutzfahrzeugen auch kostspielige Reise- und Wohnmobile verkauft. Unsere Verbraucher-Kanzlei verrät Ihnen Ihre Rechte gegen den Fiat-Konzern, wie Sie sich zur Wehr setzen und welche Modelle vom Dieselskandal betroffen sein könnten. Übrigens: Sie können Fiat nach einem Beschluss des Europäischen Gerichtshofs auch in Deutschland verklagen.

Jetzt Klageweg prüfen und kostenlose Erstberatung direkt online abrufen

Probleme bei der Registrierung? Bitte hier klicken

Sie können bereits jetzt handeln:

Sichern Sie sich unsere kostenlose Erstberatung. Wir informieren Sie über den aktuellen Stand, geben Ihnen konkrete Handlungsempfehlungen und machen Ihre außergerichtlichen Ansprüche gegenüber dem Händler geltend, um eine Verjährung gegenüber dem Händler zu verhindern.

200.000 Fahrzeuge in Deutschland droht die Stilllegung

Der Diesel-Abgasskandal ist kein rein deutsches Problem. Das zeigen die Razzien bei Fiat Chrysler Automobiles (FCA) und CNH Industrial. CNH hat sich unter anderem auf Nutzfahrzeuge wie Transporter, Busse, Lkw und Feuerwehrautos spezialisiert. Die Verstrickungen im Diesel-Abgasskandal haben mittlerweile eine internationale Dimension eingenommen. Hier wird wahrscheinlich im großen Stil europäisches Recht gebrochen.

  • Beide Konzerne werden von der italienischen Industriellenfamilie Agnelli über die Holdinggesellschaft Exor kontrolliert.
  • Zu FCA gehören die Unternehmen Fiat, Alfa Romeo und Jeep.
  • Die Nutzfahrzeuge von CNH werden von den Herstellern Iveco (Busse, Transporter und Lkw) und Magirus (Feuerwehrfahrzeuge) vertrieben.
  • FCA ist gerade dabei, mit dem französischen Konzern Peugeot Société Anonyme (PSA) zu fusionieren. Zur PSA gehören die Hersteller Peugeot, Citroën, DS und Opel. Klappt die Fusion, so entsteht der viertgrößte Automobilkonzern der Welt.
  • In den USA zahlte Fiat Chrysler bereits 2019 in einem Vergleichsverfahren rund 800 Millionen Dollar Strafe wegen möglicher Dieselmanipulationen.
  • Wie das Handelsblatt berichtete, sollen in Deutschland mehr als 200.000 Fahrzeuge von einer Stilllegung bedroht sein. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt habe die Käufer der betroffenen Fahrzeuge aufgerufen, sich als Zeugen bei der Polizei zu melden.

Die Behörde ließ Gewerbeobjekte in Baden-Württemberg und Hessen durchsuchen. Zudem kam es an mehreren Standorten in der italienischen Region Piemont sowie im Schweizer Kanton Thurgau zu Durchsuchungen. Neun Personen, die in Italien leben, werden des Betrugs beschuldigt.

Abgasskandal bei Fiat weitete sich aus - Euro 5 und Euro 6 betroffen

Die Kunden von FCA sind natürlich zu recht verunsichert. Denn der Skandal ist noch größer als es im Sommer 2020 den Anschein hatte, als die Staatsanwaltschaft Frankfurt bei FCA Büroräume durchsuchte. Der Umweltexperten Axel Friedrich spricht im Interview mit unserer Kanzlei davon, dass alle Euro-5- und Euro-6-Motoren von Fiat in den Skandal verwickelt sind. Dadurch steigt die Zahl der betroffenen Verbraucher dramatisch an. Vor allem weil die ersten Motoren mit Euronorm 5 bereits 2008 bei Fiat vom Band liefen. Ein Blick in die Statistik verrät die Dimension des Skandals:

  • Rund 1,2 Millionen Fahrzeuge von Fiat sind in Deutschland laut Kraftfahrt-Bundesamt zugelassen (Stand 1. Januar 2020).
  • Davon knapp 290.000 vom reinen Diesel-Modell Ducato.
  • In weiteren 12 Fahrzeug-Modellen von Fiat werden Dieselmotoren angeboten.
  • Hinzu kommen knapp 290.000 Fahrzeuge der FCA-Marken Jeep, Chrysler und Alfa Romeo. Auch hier kommen Dieselmotoren zum Einsatz. Chrysler spielt jedoch mit rund 47.000 Fahrzeugen auf deutschen Straßen kaum eine Rolle.

Da der Skandal bereits seit 2016 von behördlicher Seite aus bekannt war und 2018 medienöffentlich wurde, drängt die Zeit. Es besteht die Gefahr, dass Ende 2021 der Skandal bereits verjährt. Daher raten wir zum schnellen Handeln und Klagen. Denn die Autobauer spielen gerne auf Zeit. 

Foto der Facebook-Gruppe "Fiat im Abgasskandal"
Foto der Facebook-Gruppe "Fiat im Abgasskandal"
Unsere Kanzlei hat im Abgasskandal eine eigene Facebook-Gruppe.Foto der Facebook-Gruppe "Fiat im Abgasskandal"

Camper-Szene durch Abgasskandal bei Fiat in Schockstarre

Der Diesel-Abgasskandal bei Fiat Chrysler erschüttert massiv den Reise- und Wohnmobilmarkt. Die Flotten der Anbieter sind oft mit Motoren der Fiat-Gruppe ausgestattet. Seit 2016 ist dem Kraftfahrt-Bundesamt bekannt, dass Fiat die Motorensteuerung so manipuliert, dass nur auf dem Prüfstand die Abgasnormen eingehalten werden. Die Motoren hätten daher nie in Reisemobilen eingebaut werden dürfen. Mit Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft bei FCA am 24. Juli 2020 ist der Skandal ins Gedächtnis der Öffentlichkeit zurückgekehrt – und hat die Camper-Szene in Schockstarre versetzt.

Die Furcht vor Fahrverboten und Wertverlust ist groß. Manfred Buck aus Niedersachsen hat eine Facebook-Gruppe gegründet, um über den Skandal zu informieren. Unterstützt wird er von Dr. Stoll & Sauer. Mit dem Know-how der Spezialkanzlei können offene Fragen beantwortet werden. Zudem stellt Dr. Stoll & Sauer mit der kanzleieigenen Facebook-Gruppe besorgten Verbraucher der Camper-Szene Informationen aus erster Hand zur Verfügung.

 

Was kann ich als Geschädigter gegen Fiat unternehmen?

Fiat-Kunden haben jetzt natürlich viele Fragen. Unsere Kanzlei hat mittlerweile im Diesel-Abgasskandal tausende von Urteilen zugunsten der Verbraucher erstritten und Vergleiche abgeschlossen. Wir gehören zu einer der erfahrensten Kanzleien im Abgasskandal, haben am 6. Oktober 2015 die erste Klage im Dieselskandal von VW eingereicht und mit dem Abschluss der Musterfeststellungsklage deutsche Rechtsgeschichte geschrieben. Wir gehen davon aus, dass sich der Fall Fiat ähnlich entwickeln wird wie die Skandale bei VW, Daimler, BMW und Opel. Deshalb hat die Kanzlei am 3. August 2020 die erste Klage im Abgasskandal gegen Fiat Chrysler Automobiles (FCA) am Landgericht Freiburg eingereicht.


Welche Leistungen bietet mir Dr. Stoll & Sauer an?

Wir bieten Ihnen am Anfang eine kostenlose Erstberatung an. Melden Sie sich einfach in unserem Online-Check an. Wir prüfen Ihre Daten und geben Ihnen eine erste Einschätzung Ihrer Chancen und Möglichkeiten. Sie entscheiden dann, wie es weitergeht.

Welche Möglichkeiten haben Verbraucher, juristisch auf den Abgasskandal bei Fiat zu reagieren?

  • Neulieferung
    Wurde das Fahrzeug als Neuwagen von einem Händler gekauft und ist die zweijährige Gewährleistungsfrist nach Übergabe noch nicht abgelaufen, kann die Neulieferung eines aktuellen sauberen Modells verlangt werden. In diesem Fall muss das alte Wohnmobil zurückgegeben werden. Auch hierzu hat der Bundesgerichtshof sich bereits positiv geäußert. Der Clou ist, dass für das alte Fahrzeug und die gefahrenen Kilometer keine Nutzungsentschädigung bezahlt werden muss. Man ist also jahrelang kostenlos gefahren.
     
  • Rücktritt/Rückgabe
    Sowohl gegenüber dem Hersteller als auch gegenüber dem Händler kann die Rückgabe des Fahrzeugs geltend gemacht werden. Es muss der Kaufpreis zurückgezahlt werden und zuzüglich Ausstattungen, die an dem Fahrzeug angebracht wurden. Bisher nimmt die Rechtsprechung noch an, dass eine Nutzungsentschädigung zu bezahlen ist. Diese können Sie auf unserer Homepage berechnen. Da der Fiat Ducato sehr langlebig ist, kann man durchaus eine Gesamtlaufleistung von 400.000 oder 500.000 km annehmen. Dadurch lohnt sich die Rückgabe. Die Frage, ob überhaupt eine Nutzungsentschädigung geschuldet ist, muss aber noch durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) geklärt werden, dem diese Frage vorliegt.
     
  • Minderung
    Das Fahrzeug muss jedoch nicht zwingend zurückgegeben werden. Aufgrund der Manipulation hat es mit Sicherheit einen Minderwert, den man geltend machen kann. Wir haben bereits Urteile erstritten, in denen 25 % als Minderung gewährt wurden.  Sie können also ihr Fahrzeug behalten und erhalten einen großen Teil ihres Kaufpreises zurück. Wir empfehlen diese Variante nicht, weil die Fahrzeuge mit großen Unsicherheiten verbunden sind.
     
  • Schadensersatz
    Neben all diesen Varianten lassen wir feststellen, dass Fiat Schadensersatz schuldet. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Schäden, die durch eine Stilllegung oder durch sonstige Maßnahmen entstehen, abgedeckt sind. So sichern wir Ihre Ansprüche auch vor einer möglichen Verjährung.
     
  • Staatshaftungsklage gegen die BRD
    Eigentlich hätten die Fahrzeuge spätestens ab 2016 durch die Bundesrepublik mit einem Verkaufstopp belegt werden müssen. Uns liegen interne Unterlagen vor, die belegen, dass man die Wohnmobilhersteller in Deutschland offensichtlich schützen wollte. Außerdem wurde europäisches Recht nicht richtig umgesetzt. Wir verklagen deshalb bei dem Kauf eines Fahrzeugs ab 2016 die Bundesrepublik Deutschland auf Schadensersatz.

Welche Hersteller von Wohn- und Reisemobilen verwenden Motoren von Fiat?

Besonders die Reise- und Wohnmobil-Branche ist vom Abgasskandal betroffen. Unzählige Hersteller beziehen von FCA Fahrgestell und Motor. Auf der Website www.fiatcamper.de befinden sich Links zu Herstellern zu Reise- und Wohnmobilen. Daher liegt die Vermutung nahe, dass diese auch Motoren von Fiat verwenden: 


Verbraucher, die mit den sehr kostspieligen Fahrzeugen unterwegs, könnten damit geschädigt worden sein. Lassen Sie sich von unserer im Abgasskandal spezialisierten Kanzlei beraten. Wir verhelfen Ihnen zu Ihrem Recht.

Auch Iveco zieht Wohn- und Reisemobilbranche in Skandal hinein

Der Abgasskandal im Fiat-Imperium erfasst auch das Unternehmen Iveco. Der Nutzfahrzeug-Hersteller produziert Motoren auch Wohn- und Reisemobile. Iveco ist Teil von CNH Industrial. Und CNH gehört zum Imperium der Familie Agnelli, die Fiat gegründet haben. Die Fahrgestelle und Motoren von Iveco werden laut Iveco-Website auch von folgenden anderen Reisemobilherstellern verwendet. Damit stehen die Modelle mit Iveco-Motoren unter Verdacht, die EU-Abgasnormen nicht einzuhalten.

Verbraucher, die mit den sehr kostspieligen Fahrzeugen unterwegs, könnten damit geschädigt worden sein. Lassen Sie sich von unserer im Abgasskandal spezialisierten Kanzlei beraten. Wir verhelfen Ihnen zu Ihrem Recht.

Was Dr. Stoll & Sauer im Abgasskandal von Fiat unternimmt

  1. Am 1. August 2020 richtet Dr. Stoll & Sauer eine Webseite für Verbraucher mit Informationen rund um den Skandal ein. Die Seite wird ständig aktualisiert.
     
  2. Am 3. August 2020 reicht Dr. Stoll & Sauer die erste Klage im Abgasskandal gegen Fiat Chrysler Automobiles (FCA) am Landgericht Freiburg ein.
     
  3. Anzeige wegen Betrugs gegen die Robert Bosch GmbH am 8. Oktober 2020 bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart. Bosch hatte die Abschalteinrichtungen für die Fiat-Motoren geliefert und den Autobauer beim Kraftfahrt-Bundesamt angeschwärzt. Aus Sicht der Kanzlei liegt hier eine Tatbeteiligung an einem Betrug vor.
     
  4. Aus Unterlagen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) und Schriftwechseln geht hervor, dass die Behörde bereits 2016 wusste, dass im Fiat-Motor Ducato eine unzulässige Abschalteinrichtung das Abgaskontrollsystem manipulierte. Trotzdem hat die Behörde Wohnmobile mit diesem Motor die Typengenehmigung womöglich auf Anordnung des Bundesverkehrsministeriums erteilt. Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer fordert vom Präsidenten des KBA Richard Damm mit Schreiben vom 7. Oktober 2020 Auskunft und Akteneinsicht über den Vorgang und übersandte ihm einen Fragenkatalog.
     
  5. Im Skandal involviert ist auch der aktuelle Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und sein Vorgänger im Amt Alexander Dobrindt (beide CSU). Sie haben dafür gesorgt, dass Wohn- und Reisemobile eine Typengenehmigung erhalten, obwohl die Motoren mit illegaler Motorensteuerung ausgerüstet waren. Gegen beide sowie die Bundesrepublik Deutschland wird die Kanzlei im Namen von Mandanten Klage auf Schadensersatz erheben, falls sich die beiden Politiker nicht bereit erklären, für den entstandenen Schaden aufzukommen.
     
  6. Gründung der Facebook-Gruppe „Fiat-Skandal Interessengemeinschaft“. Hier können sich betroffene Verbraucher Hilfe und Informationen abholen. Zudem kooperiert die Kanzlei mit der Gruppe „Abgasskandal Wohnmobile mit Fiat Ducato Motor der Baujahre 2014-2019“.
     
  7. Was ist aus dem Vertragsverletzungsverfahren mit der Nummer 20172044 gegen Italien geworden? Fiat Chrysler hat sich nicht an die Richtlinien zur Typengenehmigung gehalten und die italienische Zulassungsbehörde hat offensichtlich nichts dagegen unternommen. Die Kanzlei will deshalb in einem Schreiben vom 15. Oktober 2020 von der Kommission wissen, wie der Stand der Dinge bei dem Verfahren ist.
     
  8. Der YouTuber Ronny Neubert informiert die Camper-Szene auf seinem Kanal #Projekt SUNxxRISE99 wohnen#im#kasten über den Abgasskandal bei Fiat. Die Kanzlei unterstützt ihn dabei mit ihrem Wissen und ihrer Expertise.
     
  9. Im Interview mit dem Umweltexperten Axel Friedrich macht die Verbraucherkanzlei öffentlich, dass alle FCA-Motoren mit den Schadstoffklassen Euro 5 und Euro 6 im Abgasskandal verwickelt sind. Die Abgasmanipulationen begannen bereits im Jahr 2008.

Welche Modelle sind laut Behörden vom Abgasskandal betroffen?

Offiziell sind bisher drei Modelle des Fiat-Konzerns ins Visier von europäischen Behörden wie dem Kraftfahrt-Bundesamt geraten. Die Informationspolitik des Unternehmens ist als sparsam zu bewerten. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt zeigen jedoch, dass der Skandal viel, viel größer ist, als die Verkehrsbehörden es bisher öffentlich angenommen haben. Hier zuerst Fahrzeug-Modelle die behördlich mit überhöhten Abgaswerte aufgefallen sind:

Marke Handelsbe-
zeichnung
Hubraum
in ccm
Leistung
in kW
EU Emis-
sionsstufe
Fiat 500x 1956 103 Euro 6
Fiat Ducato 2999 130 Euro 5
Jeep Cherokee 1956 125 Euro 5

Laut eines Zeugen-Aufrufs des Polizeipräsidiums Frankfurt stehen folgende Motoren der Baujahre 2014 bis 2019 (Euro 5 und Euro 6) unter Verdacht:

Letztlich sind die Angaben der Polizei nur ein Anhaltspunkt, in welchen Motoren sich unzulässige Abschalteinrichtungen befinden könnten, die dafür sorgen, dass die Abgasgrenzwerte nur auf dem Prüfstand eingehalten werden und nicht im realen Straßenbetrieb.

Zum Fiat-Chrysler-Konzern gehören die Automarken Fiat und Alfa Romeo. Alle Diesel-Modelle dieser Hersteller stehen erst einmal unter Verdacht. Sie als Verbraucher könnten geschädigt sein. Lassen Sie sich das nicht gefallen. Wir helfen Ihnen, damit Sie zu Ihrem Recht kommen.

 

Umweltexperte Friedrich: Betroffen sind Motoren mit Euro 5 und Euro 6

Welches Ausmaß der Skandal noch annehmen wird, zeigt die Aussage des Umweltexperten Axel Friedrich, der bei zahlreichen Fiat-Modellen die Abgaswerte auch im normalen Straßenbetrieb überprüft hat. Motoren mit den Abgasnormen Euro 5 und Euro 6 sind nach seinen Untersuchungen im Skandal verwickelt. Letztlich werden keine Abgasnormen bei diesen Motoren eingehalten. Friedrich nennt das im Interview mit unserer Kanzlei Euro 0. Nur Antriebe mit Euro 6dTemp und Euro 6d hielten die vorgeschriebene Abgasnormen ein. Friedrich hatte 2016 den Diesel-Skandal bei Fiat aufgedeckt und war auch maßgeblich an der Aufarbeitung des VW-Skandals beteiligt. Da alle Euro-5-Motoren im Skandal involviert sind, hat die Manipulation am Abgaskontrollsystem bereits 2008 begonnen. Damals gingen die ersten Motoren mit der Euronorm 5 bei Fiat vom Band.

Prüfen Sie jetzt Ihre Chancen

Individuelle Auswertung Ihrer Lage: ✔ schnell ✔ sicher ✔ kostenlos

Fragen & Antworten zum Abgasskandal von Fiat

Wir setzen Ihre Rechte ohne jedes Kostenrisiko durch. Wenn Sie rechtsschutzversichert sind, sorgen wir dafür, dass Ihr Versicherer die Kosten des Verfahrens übernimmt. Sie müssen dann unter Umständen lediglich die vereinbarte Selbstbeteiligung bezahlen.

Wenn Sie keine Rechtschutzversicherung haben, können Sie im ersten Schritt unsere kostenlose Erstberatung nutzen. Wir geben Ihnen in der kostenlosen Erstberatung erste Empfehlungen und Sie können entscheiden, wie Sie weiter vorgehen.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat seit 2016/17 zwölf Autohersteller außerhalb ihres Zuständigkeitsbereichs erfasst, die ihre Abgasreinigungsanlage manipulieren. Folgende Fahrzeuge sind betroffen:

Chevrolet – Cruze - 1998 ccm – 120 kW - Euro 5

Dacia – Sandero - 1769 ccm – 66 kW - Euro 6

Ford – C-Max - 1499 ccm – 88 kW - Euro 6

Hyundai – ix35 - 1995 ccm – 100 kW - Euro 5

Hyundai – i20 - 1120 ccm – 55 kW - Euro 6

Jaguar – XE - 1999 ccm – 120 kW - Euro 6

Land Rover – Range Rover - 2993 ccm – 190 kW - Euro 5

Mazda – 6 - 2191 ccm – 129 kW - Euro 6

Nissan – Navara - 2488 ccm – 140 kW - Euro 5

Renault – Kadjar - 1598 ccm – 96 kW - Euro 6

Renault – Kadjar - 1461 ccm – 81 kW - Euro 6

Renault – Espace - 1598 ccm – 118 kW - Euro 6

Renault – Master - 2299 ccm – 92 kW - Euro 5

Subaru – Forester - 1998 ccm – 108 kW - Euro 6

Suzuki – Vitara - 1598 ccm – 88 kW - Euro 6

Wenn Sie noch innerhalb der zweijährigen Gewährleistungsfrist nach Übergabe des Fahrzeugs sind, müssen Sie umgehend handeln, weil die Ansprüche gegen den Händler ansonsten verjähren.

Hinsichtlich der Ansprüche gegen die Hersteller tritt die Verjährung kenntnisabhängig ein. Ein Gericht prüft, ob sie möglicherweise hätten Kenntnis haben müssen. Es spielt dabei keine Rolle, ob sie von der Manipulation tatsächlich Kenntnis hatten.  Bereits 2018 wurde eingehend in den Medien von der Manipulation durch Fiat berichtet. Ein Gericht kann aufgrund der umfassenden Berichterstattung im Abgaskanal annehmen, dass Sie spätestens zu diesem Zeitpunkt hätten Kenntnis haben müssen. Dann würden ihre Ansprüche im nächsten Jahr 2021 verjähren. Sie sollten daher nicht weiter abwarten und Ihre Ansprüche dringend geltend machen.

Ihnen stehen Schadensersatz- und Gewährleistungsansprüche zu, wenn sich die Verdachtsmomente bestätigen – wonach es offensichtlich aussieht. Ihr Auto ist im Wert gemindert. Ihnen ist ein Schaden entstanden.

Der Bundesgerichtshof hat die VW AG am 25. Mai 2020 wegen sittenwidriger und vorsätzlicher Schädigung verurteilt. Der Autobauer ist im ersten Diesel-Abgasskandal gegenüber seinen Kunden zum Schadensersatz verpflichtet. Am Europäischen Gerichtshof sind in einem Gutachten am 30. April 2020 temperaturabhängige Abgasregulierungen für unzulässig erklärt worden. Es ist davon auszugehen, dass Fiat auch so genannte Thermofenster in den Dieselmotoren verwendet hat. Falls das so ist, stehen die Chancen gut, vor Gericht Schadensersatz zugesprochen zu bekommen. Unsere Kanzlei hat gegen die VW-Tochter Audi ein entsprechendes Urteil erwirkt.

Wenn Fiat von einem Gericht der vorsätzlichen und sittenwidrigen Schädigung überführt und verurteilt wird, dann erhalten Sie im Abgasskandal eine Entschädigung.

Die Euro-Abgasnormen sind vielfältig und für Verbraucher auch verwirrend. Das Anhängsel "Temp" bedeutet ganz einfach nur "temporär", also zeitweilig bzw. vorübergehend. Euro 6d-TEMP gesteht einem Diesel auf der Straße den 2,1-fachen NOx-Ausstoß im Vergleich zum Prüfstand zu. Wenn das Auto im Labor also 80 mg/km ausstößt, dürfen es auf der Straße 168 sein. Euro 6d-Temp ist also ein Zwischenschritt zur Einführung der strengen Abgasnorm Euro 6d.

In Deutschland sind rund 1,2 Millionen Fahrzeuge von Fiat unterwegs. Wobei rund 700.000 Fahrzeuge auf die Modelle Panda, 500 und Punto entfallen. Vom Diesel-Abgasskandal könnten folgende Modelle betroffen sein:

  • Panda
  • 500
  • Punto
  • Tipo
  • Bravo
  • Palio
  • Linea
  • Sedici
  • Idea
  • Freemont
  • Doblo
  • Ducato
  • Scudo
  • Talento

Ältere Diesel-Modelle wie Stilo und Croma sind hier nicht mehr berücksichtigt.

Zum Fiat-Chrysler-Konzern gehört auch die Marke Jeep mit rund 125.000 Fahrzeugen auf deutschen Straßen. Folgende Modelle sind mit Fiat-Motoren unterwegs, die im Abgasskandal verwickelt sind:

  • Cherokee
  • Compass
  • Grand Cherokee
  • Patriot
  • Renegade
  • Wrangler

Auch Alfa Romeo gehört zum Fiat-Konzern. Folgende Modelle werden auch mit Dieselmotoren angeboten und stehen daher unter Verdacht, die Abgasreinigung zu manipulieren:

  • MiTo
  • Giulietta
  • Giulia
  • Stelvio

Dr. Stoll & Sauer führte Musterfeststellungsklage gegen VW mit an

Unsere Rechtsanwaltskanzlei Dr. Stoll & Sauer ist ein der führenden Kanzleien im Abgasskandal. Wir haben bisher mehr als 15.000 Gerichtsverfahren im Abgasskandal bundesweit verhandelt und konnte bereits zahlreiche positive Urteile und Vergleiche erstreiten.

Unsere beiden Gesellschafter und Rechtsanwälte Dr. Ralf Stoll und Ralph Sauer führten in der RUSS Litigation Rechtsanwaltsgesellschaft mbH für den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) zudem die Musterfeststellungsklage gegen die Volkswagen AG, verhandelten einen 830-Millionen-Euro-Vergleich aus und schrieben mit dem Abschluss des Verfahrens deutsche Rechtsgeschichte. Auch damals versuchte sich VW mit Rückrufen und Updates billig aus der Affäre zu ziehen. Doch im Namen von hunderttausenden Verbrauchern haben wir uns für Sie erfolgreich zur Wehr gesetzt. Auch bei Fiat verhelfen wie Ihnen zu Ihrem Recht gegen einen sich übermächtig fühlenden Großkonzern.