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Dieselskandal bei Fiat-Chrysler und Iveco — Reise- und Wohnmobilbranche betroffen — Ihre Möglichkeiten, unsere Hilfe

Die Automobilhersteller Fiat-Chrysler und Iveco sind in den Fokus des Diesel-Abgasskandals gerückt. Ermittler aus Deutschland, Italien und der Schweiz haben am 22. Juli 2020 unter anderem mehrere Standorte von Fiat und Iveco durchsucht. Es geht laut Staatsanwaltschaft Frankfurt um den Verdacht, dass in Diesel-Motoren von Fiat und Iveco bei der Abgasreinigung mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung getrickst worden ist. Beide Unternehmen produzieren für die Reise- und Wohnmobilbranche Fahrgestelle und Motoren. Dadurch wird die boomende Branche in den Abgasskandal mit hineingezogen.

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Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ist sich wohl sicher, dass der Konzern Fiat Chrysler Automobiles (FCA) Motoren manipuliert. Unserer Kanzlei liegt ein entsprechendes Schreiben vom 30. Dezember 2020 vor. Es „ist davon auszugehen, dass Ihr Fahrzeug von den Abgasmanipulationen betroffen ist“, heißt es in einem Schriftverkehr zwischen einem unserer Mandanten und der hessischen Ermittlungsbehörde - mehr dazu hier.

Sie als betroffene Verbraucher eines Reise- und Wohnmobils sind geschädigt worden. Unsere Verbraucher-Kanzlei verrät Ihnen Ihre Rechte gegen Fiat-Chrysler und Iveco, wie Sie sich zur Wehr setzen und welche Modelle vom Dieselskandal betroffen sein könnten. Übrigens: Sie können Fiat und Iveco nach einem Beschluss des Europäischen Gerichtshofs auch in Deutschland verklagen. Am 3. August 2020 hat unsere Verbraucher-Kanzlei am Landgericht Freiburg die erste Klagen gegen Fiat-Chrysler eingereicht. 

 

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200.000 Fahrzeuge in Deutschland droht die Stilllegung

Der Diesel-Abgasskandal ist kein rein deutsches Problem. Das zeigen die Razzien bei Fiat Chrysler Automobiles (FCA) und CNH Industrial. Zu CNH gehört auch das Unternehmen Iveco. Iveco hat sich unter anderem auf Nutzfahrzeuge wie Transporter, Busse, Lkw und Feuerwehrautos spezialisiert. FCA und Iveco liefern ihre Motoren an Reise- und Wohnmobilhersteller. Die Verstrickungen im Diesel-Abgasskandal haben mittlerweile eine internationale Dimension eingenommen. Hier wird wahrscheinlich im großen Stil europäisches Recht gebrochen.

  • FCA und CNH  werden von der italienischen Industriellenfamilie Agnelli über die Holdinggesellschaft Exor kontrolliert. 
  • Zu FCA gehören die Unternehmen Fiat, Alfa Romeo und Jeep.
  • Die Nutzfahrzeuge von CNH werden von den Herstellern Iveco (Busse, Transporter und Lkw) und Magirus (Feuerwehrfahrzeuge) vertrieben.
  • FCA hat gerade die Fusion mit dem französischen Konzern Peugeot Société Anonyme (PSA) abgeschlossen. Zur PSA gehören die Hersteller Peugeot, Citroën, DS und Opel. Der neue Stellantis-Konzern ist der viertgrößte Automobilkonzern der Welt.
  • In den USA zahlte Fiat Chrysler bereits 2019 in einem Vergleichsverfahren rund 800 Millionen Dollar Strafe wegen möglicher Dieselmanipulationen.
  • Wie das Handelsblatt berichtete, sollen in Deutschland mehr als 200.000 Fahrzeuge von einer Stilllegung bedroht sein. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt habe die Käufer der betroffenen Fahrzeuge aufgerufen, sich als Zeugen bei der Polizei zu melden.

Die Behörde ließ Gewerbeobjekte in Baden-Württemberg und Hessen durchsuchen. Zudem kam es an mehreren Standorten in der italienischen Region Piemont sowie im Schweizer Kanton Thurgau zu Durchsuchungen. Neun Personen, die in Italien leben, werden des Betrugs beschuldigt.

Fiat Abgasskandal auch Wohnmobile betroffen
Fiat Abgasskandal auch Wohnmobile betroffen
Facebookgruppe für Geschädigte im Fiat AbgasskandalFiat Abgasskandal auch Wohnmobile betroffen

Camper-Szene durch Abgasskandal bei Fiat in Schockstarre

Der Diesel-Abgasskandal bei Fiat Chrysler und Iveco erschüttert massiv den Reise- und Wohnmobilmarkt. Die Flotten der Anbieter sind oft mit Motoren der beiden Unternehmen ausgestattet. Seit 2016 ist dem Kraftfahrt-Bundesamt bekannt, dass Fiat die Motorensteuerung so manipuliert, dass nur auf dem Prüfstand die Abgasnormen eingehalten werden. Die Motoren hätten daher nie in Reisemobilen eingebaut werden dürfen. Mit Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft bei FCA am 22. Juli 2020 ist der Skandal ins Gedächtnis der Öffentlichkeit zurückgekehrt – und hat die Camper-Szene in Schockstarre versetzt.

Die Furcht vor Fahrverboten und Wertverlust ist groß. Manfred Buck aus Niedersachsen hat eine Facebook-Gruppe gegründet, um über den Skandal zu informieren. Unterstützt wird er von Dr. Stoll & Sauer. Mit dem Know-how der Spezialkanzlei können offene Fragen beantwortet werden. Zudem stellt Dr. Stoll & Sauer mit der kanzleieigenen Facebook-Gruppe besorgten Verbraucher der Camper-Szene Informationen aus erster Hand zur Verfügung.

Welche Leistungen bietet mir Dr. Stoll & Sauer an?

Wir bieten Ihnen am Anfang eine kostenlose Erstberatung an. Melden Sie sich einfach in unserem Online-Check an. Wir prüfen Ihre Daten und geben Ihnen eine erste Einschätzung Ihrer Chancen und Möglichkeiten. Sie entscheiden dann, wie es weitergeht.

Sie können bereits jetzt handeln:

Wir informieren Sie über den aktuellen Stand im Abgasskandal und geben Ihnen konkrete Handlungsempfehlungen. Informieren Sie sich über Ihre Rechte bei Sichern Sie sich unsere kostenlose Erstberatung. Wir informieren Sie über den aktuellen Stand, geben Ihnen konkrete Handlungsempfehlungen und machen Ihre außergerichtlichen Ansprüche gegenüber dem Händler geltend, um eine Verjährung gegenüber dem Händler zu verhindern.

Welche Möglichkeiten haben Verbraucher, juristisch auf den Abgasskandal bei Fiat zu reagieren?

  • Neulieferung
    Wurde das Fahrzeug als Neuwagen von einem Händler gekauft und ist die zweijährige Gewährleistungsfrist nach Übergabe noch nicht abgelaufen, kann die Neulieferung eines aktuellen sauberen Modells verlangt werden. In diesem Fall muss das alte Wohnmobil zurückgegeben werden. Auch hierzu hat der Bundesgerichtshof sich bereits positiv geäußert. Der Clou ist, dass für das alte Fahrzeug und die gefahrenen Kilometer keine Nutzungsentschädigung bezahlt werden muss. Man ist also jahrelang kostenlos gefahren.
     
  • Rücktritt/Rückgabe
    Sowohl gegenüber dem Hersteller als auch gegenüber dem Händler kann die Rückgabe des Fahrzeugs geltend gemacht werden. Es muss der Kaufpreis zurückgezahlt werden und zuzüglich Ausstattungen, die an dem Fahrzeug angebracht wurden. Bisher nimmt die Rechtsprechung noch an, dass eine Nutzungsentschädigung zu bezahlen ist. Diese können Sie auf unserer Homepage berechnen. Da der Fiat Ducato sehr langlebig ist, kann man durchaus eine Gesamtlaufleistung von 400.000 oder 500.000 km annehmen. Dadurch lohnt sich die Rückgabe. Die Frage, ob überhaupt eine Nutzungsentschädigung geschuldet ist, muss aber noch durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) geklärt werden, dem diese Frage vorliegt.
     
  • Minderung
    Das Fahrzeug muss jedoch nicht zwingend zurückgegeben werden. Aufgrund der Manipulation hat es mit Sicherheit einen Minderwert, den man geltend machen kann. Wir haben bereits Urteile erstritten, in denen 25 % als Minderung gewährt wurden.  Sie können also ihr Fahrzeug behalten und erhalten einen großen Teil ihres Kaufpreises zurück. Wir empfehlen diese Variante nicht, weil die Fahrzeuge mit großen Unsicherheiten verbunden sind.
     
  • Schadensersatz
    Neben all diesen Varianten lassen wir feststellen, dass Fiat Schadensersatz schuldet. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Schäden, die durch eine Stilllegung oder durch sonstige Maßnahmen entstehen, abgedeckt sind. So sichern wir Ihre Ansprüche auch vor einer möglichen Verjährung.
     
  • Staatshaftungsklage gegen die BRD
    Eigentlich hätten die Fahrzeuge spätestens ab 2016 durch die Bundesrepublik mit einem Verkaufstopp belegt werden müssen. Uns liegen interne Unterlagen vor, die belegen, dass man die Wohnmobilhersteller in Deutschland offensichtlich schützen wollte. Außerdem wurde europäisches Recht nicht richtig umgesetzt. Wir verklagen deshalb bei dem Kauf eines Fahrzeugs ab 2016 die Bundesrepublik Deutschland auf Schadensersatz.

Welche Hersteller von Wohn- und Reisemobilen verwenden Motoren von Fiat?

Besonders die Reise- und Wohnmobil-Branche ist vom Abgasskandal betroffen. Unzählige Hersteller beziehen von FCA Fahrgestell und Motor. Auf der Website www.fiatcamper.de befinden sich Links zu Herstellern zu Reise- und Wohnmobilen. Daher liegt die Vermutung nahe, dass diese auch Motoren von Fiat verwenden: 


Verbraucher, die mit den sehr kostspieligen Fahrzeugen unterwegs, könnten damit geschädigt worden sein. Lassen Sie sich von unserer im Abgasskandal spezialisierten Kanzlei beraten. Wir verhelfen Ihnen zu Ihrem Recht.

Auch Iveco zieht Wohn- und Reisemobilbranche in Skandal hinein

Der Abgasskandal im Fiat-Imperium erfasst auch das Unternehmen Iveco. Der Nutzfahrzeug-Hersteller produziert Motoren auch für Wohn- und Reisemobile. Iveco ist Teil von CNH Industrial. Und CNH gehört zum Imperium der Familie Agnelli, die Fiat gegründet haben. Die Agnellis kontrollieren über die Holdinggesellschaft Exor mit Hilfe von Beteiligungen Unternehmen wie FCA und CNH. Die Fahrgestelle und Motoren von Iveco werden laut Iveco-Website auch von folgenden anderen Reisemobilherstellern verwendet. Damit stehen die Modelle mit Iveco-Motoren unter Verdacht, die EU-Abgasnormen nicht einzuhalten.

Verbraucher, die mit den sehr kostspieligen Fahrzeugen unterwegs, könnten damit geschädigt worden sein. Lassen Sie sich von unserer im Abgasskandal spezialisierten Kanzlei beraten. Wir verhelfen Ihnen zu Ihrem Recht.

Wehren Sie sich:

Wir informieren Sie über den aktuellen Stand im Abgasskandal und geben Ihnen konkrete Handlungsempfehlungen. Informieren Sie sich über Ihre Rechte bei Ihrem Fahrzeug und nutzen Sie unsere kostenlose Erstberatung zur Einschätzung Ihres Falls. Wir prüfen Ihre Möglichkeiten.

Welche Motoren sind laut Behörden vom Abgasskandal betroffen?

Offiziell sind bisher drei Modelle des Fiat-Konzerns ins Visier von europäischen Behörden wie dem Kraftfahrt-Bundesamt geraten. Es handelt sich um den Fiat 500x, Fiat Ducato und Jeep Cherokee. Unsere Kanzlei geht davon aus, dass bei Fiat alle Motoren der Abgasnormen Euro 5 und Euro 6 vom Skandal betroffen sind. Erst ab Euro 6dTemp ist mit normgerechten Fahrzeugen zu rechnen. Damit ist die ganze Diesel-Palette von Fiat Chrysler betroffen. Auch die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt zeigen, dass der Skandal viel, viel größer ist, als die Verkehrsbehörden es bisher öffentlich angenommen haben.

Das Polizeipräsidium Frankfurt hatte bis zum 8. Februar 2020 in einem Zeugenaufruf detailliert verschiedene Motoren vom Typ Multijet der Baujahre 2014 bis 2019 (Euro 5 und Euro 6) aufgelistet, die unter Verdacht stehen, die Abgasreinigung zu manipulieren. Mittlerweile hat die Polizei die Webseite geändert und teilt mit: 

„Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ermittelt wegen Fahrzeugen (PKWs, Transporter und Wohnmobile) des Hersteller Fiat Chrysler (der Marken Fiat, Jeep und Alfa Romeo), die die Abgasnormen Euro 5 und Euro 6 erfüllen. Neuere Fahrzeuge, die die Abgasnorm EUR 6dTemp erfüllen, sind nicht Bestandteil der hier geführten Ermittlungen.“

Damit bestätigt sich letztlich das, was wir und der Umweltexperte Axel Friedrich von Anfang an im Abgasskandal von Fiat Chrysler vermutet haben. Alle Motoren mit den Abgasnormen Euro 5 und Euro 6 sind in den Abgasskandal bei Fiat-Chrysler verwickelt  - auch der 2,3 Liter Motor Multijet2. Erst ab Euro 6dTemp entspricht die Abgasreinigung den gesetzlichen Vorgaben.

Hier die mittlerweile vom Netz genommene Liste des Polizeipräsidiums Frankfurt, in der die unter Verdacht stehenden Motoren der Baujahre 2014 bis 2019 (Euro 5 und Euro 6) benannt waren:

Weiter hat die Polizei Motoren der sogenannten Light-Duty- / Heavy-Duty-Reihe aufgelistet, die in Kraftfahrzeugen der Marken Fiat und Iveco verbaut und mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung versehen worden sein sollen:

  • 110 Multijet F1AE3481G
  • 115 Multijet 250A1000
  • 150 Multijet F1AE3481D
  • 180 Multijet F1CE3481E

Zum Fiat-Chrysler-Konzern gehören die Automarken Fiat und Alfa Romeo. Alle Diesel-Modelle dieser Hersteller stehen erst einmal unter Verdacht. Sie als Verbraucher könnten geschädigt sein. Lassen Sie sich das nicht gefallen. Wir helfen Ihnen, damit Sie zu Ihrem Recht kommen

Umweltexperte Friedrich: Betroffen sind Motoren mit Euro 5 und Euro 6

Welches Ausmaß der Skandal noch annehmen wird, zeigt die Aussage des Umweltexperten Axel Friedrich, der bei zahlreichen Fiat-Modellen die Abgaswerte auch im normalen Straßenbetrieb überprüft hat. Motoren mit den Abgasnormen Euro 5 und Euro 6 sind nach seinen Untersuchungen im Skandal verwickelt. Letztlich werden keine Abgasnormen bei diesen Motoren eingehalten. Friedrich nennt das im Interview mit unserer Kanzlei Euro 0. Nur Antriebe mit Euro 6dTemp und Euro 6d hielten die vorgeschriebene Abgasnormen ein. Friedrich hatte 2016 den Diesel-Skandal bei Fiat aufgedeckt und war auch maßgeblich an der Aufarbeitung des VW-Skandals beteiligt. Da alle Euro-5-Motoren im Skandal involviert sind, hat die Manipulation am Abgaskontrollsystem bereits 2008 begonnen. Damals gingen die ersten Motoren mit der Euronorm 5 bei Fiat vom Band.

Die Abgasskandal bei Fiat Chrysler - Chronologie und Fakten

Im Abgasskandal von Fiat Chrysler hat das Bundesverkehrsministerium aktiv eingegriffen und dafür gesorgt, dass manipulierte Motoren in Reise- und Wohnmobilen auf deutschen Straßen fahren dürfen. Hier liegt nach unserer Ansicht ein klarer Fall von Staatshaftung vor. FCA manipuliert mit seinen Motoren die Abgasreinigung und hat an die Verbraucher minderwertige Fahrzeuge verkauft. Hier Fakten, was im Skandal alles bekannt und geschehen ist und wie unverfroren KBA und Verkehrsministerium die Hände in den Schoß gelegt haben, obwohl europäisches Recht gebrochen worden ist:

  1. In den USA klagten bereits 2015 Investoren wegen angeblich irreführender Angaben zu Dieselabgasen gegen FCA. Erst im April 2019 einigte sich Fiat Chrysler im Rechtsstreit mit US-Anlegern auf einen Vergleich. Der Autokonzern akzeptierte eine Zahlung von 110 Millionen Dollar (98 Millionen Euro).
     
  2. Im Frühjahr 2016 ließ die Deutsche Umwelthilfe (DUH) im Zuge des Diesel-Abgasskandals vom VW auch die Abgaswerte von Fahrzeugen anderer Hersteller überprüfen. Der Fiat 500X Euro 6 sprengte laut einer Mitteilung vom 9. Februar 2016 mit 1777 mg/km Stickoxid bei einer Untersuchung durch die Berner Hochschule alle Normen. Euro 6 erlaubt einen Ausstoß von 80 mg/km Stickoxid.
     
  3. Das von der DUH informierte Kraftfahrt-Bundesamt überprüfte nun ebenfalls Fiat-Fahrzeuge. Im April 2016 fiel neben dem Fiat 500X auch der Fiat Ducato Euro 5 negativ auf. Das KBA stellte klar, dass das System der Abgasrückführung (AGR) in seiner Wirksamkeit reduziert arbeitet. Das ist letztlich eine Beschreibung für das Vorhandensein einer unzulässigen Abschalteinrichtung. Der Ducato dient als Basisfahrzeug für die Reise- und Wohnmobilbranche.
     
  4. Wenig später informierte die Bosch GmbH das Bundesverkehrsministerium darüber, dass der Autozulieferer an Fiat unzulässige Abschalteinrichtungen geliefert hatte. Bosch war im Zuge der Untersuchungen zum VW-Abgasskandals ins Visier der Ermittler geraten und packte in einem Gespräch am 14. April 2016 beim KBA gegen Fiat aus.
     
  5. Im Mai 2016 forderte das KBA Fiat und die italienische Zulassungsbehörde dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass die hergestellten Fahrzeuge mit dem genehmigten Typ in Übereinstimmung gebracht werden. Für die italienische Behörde besteht jedoch bis heute kein Handlungsbedarf.
     
  6. Das KBA beabsichtigte, die Typengenehmigung für Reise- und Wohnmobile mit Fiat-Motoren zu verweigern. Am 25. Mai 2016 intervenierte die Geschäftsleitung von Knaus Tabbert brieflich beim damaligen CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer und bittet um eine Lösung des Problems. Der wandte sich am 3. Juni 2016 per Mail an den damaligen Bundesverkehrsminister und Parteifreund Alexander Dobrindt. Am 14. Juni 2016 wurde das KBA gestoppt und die Reise- und Wohnmobile erhielten wieder eine Genehmigung. Die deutschen Hersteller sollten keine Nachteile durch eine Fahrzeugtechnik erleiden, die sie nicht zu verantworten hatten.
     
  7. Am 31. August 2015 informierte das Bundesverkehrsministerium die EU-Kommission über die Ergebnisse des KBA.
     
  8. Im Mai 2017 leitete die EU-Kommission aufgrund des Fiat 500X ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die italienische Regierung ein.
     
  9. 2017 begannen Ermittlungen in den USA gegen den Konzern. Die US-Umweltbehörde EPA fand acht Abschalteinrichtungen in Fahrzeugen mit Fiat-Motoren. Am 22. Mai 2017 reichte die US-Justizbehörde für die EPA Klage gegen FCA ein. Fiat stritt jedoch ab, die Dieselfahrzeuge manipuliert zu haben. Um die Klage und eine weitere des Bundesstaats Kalifornien beizulegen, zahlte FCA im Januar 2019 mehr als 500 Millionen Dollar (434 Millionen Euro). Zudem musste FCA rund 300 Millionen Dollar für Entschädigungen von US-Autobesitzern sowie Rückrufe und Reparaturen von Dieselwagen bezahlen. Der mitangeklagte deutsche Zulieferer Bosch sollte bis zu 27,5 Millionen Dollar zahlen. 
     
  10. Am 17. Mai 2018 reichte die EU-Kommission vor dem EuGH Klage unter anderem gegen Italien ein. Deutschland, Italien, Luxemburg und das Vereinigte Königreich sollen die EU-Vorschriften für die Typgenehmigung von Fahrzeugen missachtet haben.
     
  11. Am 22. Juli 2020 kam es durch die Staatsanwaltschaft Frankfurt zu Durchsuchungen von Büroräumen bei FCA in Deutschland, Italien und der Schweiz. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt gegen den Konzern wegen Betrugs. Betroffen sind Multijetmotoren der Abgasnormen Euro 5 und 6 der Baujahre 2014 bis 2019. Der seit 2016 schwelende Diesel-Abgasskandal kochte in Deutschland wieder hoch. Es geht um den Verdacht des Betrugs im großen Stil.
     
  12. Am 25. Januar 2021 steht am Landgericht Freiburg die erste mündliche Verhandlung im Abgasskandal von Fiat Chrysler auf der Tagesordnung. Das Verfahren führt unsere Kanzlei.

Was Dr. Stoll & Sauer im Abgasskandal von Fiat unternimmt

  1. Am 1. August 2020 richtet unsere Kanzlei eine Webseite für Verbraucher mit Informationen rund um den Skandal ein. Die Seite wird ständig aktualisiert.
     
  2. Am 3. August 2020 reicht Dr. Stoll & Sauer die erste Klage im Abgasskandal gegen Fiat Chrysler Automobiles (FCA) am Landgericht Freiburg ein.
     
  3. Anzeige wegen Betrugs gegen die Robert Bosch GmbH am 8. Oktober 2020 bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart. Bosch hatte die Abschalteinrichtungen für die Fiat-Motoren geliefert und den Autobauer beim Kraftfahrt-Bundesamt angeschwärzt. Aus Sicht der Kanzlei liegt hier eine Tatbeteiligung an einem Betrug vor.
     
  4. Aus Unterlagen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) und Schriftwechseln geht hervor, dass die Behörde bereits 2016 wusste, dass im Fiat-Motor Ducato eine unzulässige Abschalteinrichtung das Abgaskontrollsystem manipulierte. Trotzdem hat die Behörde Wohnmobile mit diesem Motor die Typengenehmigung womöglich auf Anordnung des Bundesverkehrsministeriums erteilt. Unsere Kanzlei fordert vom Präsidenten des KBA Richard Damm mit Schreiben vom 7. Oktober 2020 Auskunft und Akteneinsicht über den Vorgang und übersandte ihm einen Fragenkatalog.
     
  5. Im Skandal involviert ist auch der aktuelle Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und sein Vorgänger im Amt Alexander Dobrindt (beide CSU). Sie haben dafür gesorgt, dass Wohn- und Reisemobile eine Typengenehmigung erhalten, obwohl die Motoren mit illegaler Motorensteuerung ausgerüstet waren. Gegen beide sowie die Bundesrepublik Deutschland wird die Kanzlei im Namen von Mandanten Klage auf Schadensersatz erheben, falls sich die beiden Politiker nicht bereit erklären, für den entstandenen Schaden aufzukommen.
     
  6. Mit Schreiben vom 8. Oktober 2020 hat die Verbraucher-Kanzlei Strafanzeigen bei der Staatsanwaltschaft Berlin und München gegen die beiden CSU-Politiker Andreas Scheuer und Alexander Dobrindt gestellt. Vorwurf: Beihilfe zum Betrug. Gemeinsam waren sie im Sommer 2016 dafür mitverantwortlich, den Diesel-Abgasskandal von Fiat Chrysler in die Reise- und Wohnmobilbranche hineingetragen zu haben. 
     
  7. Gründung der Facebook-Gruppe „Fiat-Skandal Interessengemeinschaft“. Hier können sich betroffene Verbraucher Hilfe und Informationen abholen. Zudem kooperiert die Kanzlei mit der Gruppe „Abgasskandal Wohnmobile mit Fiat Ducato Motor der Baujahre 2014-2019“.
     
  8. Was ist aus dem Vertragsverletzungsverfahren mit der Nummer 20172044 gegen Italien geworden? Fiat Chrysler hat sich nicht an die Richtlinien zur Typengenehmigung gehalten und die italienische Zulassungsbehörde hat offensichtlich nichts dagegen unternommen. Die Kanzlei will deshalb in einem Schreiben vom 15. Oktober 2020 von der Kommission wissen, wie der Stand der Dinge bei dem Verfahren ist.
     
  9. Der YouTuber Ronny Neubert informiert die Camper-Szene auf seinem Kanal #Projekt SUNxxRISE99 wohnen#im#kasten über den Abgasskandal bei Fiat. Die Kanzlei unterstützt ihn dabei mit ihrem Wissen und ihrer Expertise.
     
  10. Im Interview mit dem Umweltexperten Axel Friedrich macht die Verbraucherkanzlei öffentlich, dass alle FCA-Motoren mit den Schadstoffklassen Euro 5 und Euro 6 im Abgasskandal verwickelt sind. Die Abgasmanipulationen begannen bereits im Jahr 2008.
     
  11. Dr. Stoll & Sauer hat im Oktober und November 2020 beim Emissions-Kontroll-Institut (EKI) der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zwei Reisemobile testen lassen. Die Ergebnisse sind schockierend: Wohnmobile der Hersteller Pilote und Dethleffs, die mit Fiat-Ducato-Motoren ausgerüstet sind, sprengen die gesetzlichen Abgasgrenzwerte für Stickoxide. Fahrzeuge mit der Euroabgasnorm 5 überschreiten den Grenzwert für Leichte Nutzfahrzeuge (280 mg/km) im normalen Straßenverkehr um das 9,9- bzw. 6,9-fache.
     
  12. Der Hersteller Knaus Tabbert ist dafür mitverantwortlich, dass manipulierte Motoren in Reise- und Wohnmobilen verbaut worden sind. Aus diesem Grund hat unsere Kanzlei am 1. Dezember 2020 Klage gegen Knaus Tabbert am Landgericht Osnabrück eingereicht. Auf Intervention der Geschäftsleitung von Knaus Tabberts beim damaligen CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer erhielten die Fahrzeuge eine Typzulassung durch das Kraftfahrt-Bundesamt. Dabei war allen Beteiligten klar, dass die Motoren nicht genehmigungsfähig waren.
     
  13.  Am 25. Januar 2021 stand am Landgericht Freiburg die erste mündliche Verhandlung im Abgasskandal von Fiat Chrysler auf der Tagesordnung. Ende Februar 2012 soll das Urteil verkündet werden. Das Verfahren führt unsere Kanzlei. 

FAQ´s zum Abgasskandal bei Fiat und Reisemobile

Wir setzen Ihre Rechte ohne jedes Kostenrisiko durch. Wenn Sie rechtsschutzversichert sind, sorgen wir dafür, dass Ihr Versicherer die Kosten des Verfahrens übernimmt. Sie müssen dann unter Umständen lediglich die vereinbarte Selbstbeteiligung bezahlen.

Wenn Sie keine Rechtschutzversicherung haben, können Sie im ersten Schritt unsere kostenlose Erstberatung nutzen. Wir geben Ihnen in der kostenlosen Erstberatung erste Empfehlungen und Sie können entscheiden, wie Sie weiter vorgehen.

Wenn Sie noch innerhalb der zweijährigen Gewährleistungsfrist nach Übergabe des Fahrzeugs sind, müssen Sie umgehend handeln, weil die Ansprüche gegen den Händler ansonsten verjähren.

Hinsichtlich der Ansprüche gegen die Hersteller tritt die Verjährung kenntnisabhängig ein. Ein Gericht prüft, ob sie möglicherweise hätten Kenntnis haben müssen. Es spielt dabei keine Rolle, ob sie von der Manipulation tatsächlich Kenntnis hatten.  Bereits 2018 wurde eingehend in den Medien von der Manipulation durch Fiat berichtet. Ein Gericht kann aufgrund der umfassenden Berichterstattung im Abgaskanal annehmen, dass Sie spätestens zu diesem Zeitpunkt hätten Kenntnis haben müssen. Dann würden ihre Ansprüche im nächsten Jahr 2021 verjähren. Sie sollten daher nicht weiter abwarten und Ihre Ansprüche dringend geltend machen.

Ihnen stehen Schadensersatz- und Gewährleistungsansprüche zu, wenn sich die Verdachtsmomente bestätigen – wonach es offensichtlich aussieht. Ihr Auto ist im Wert gemindert. Ihnen ist ein Schaden entstanden.

Der Bundesgerichtshof hat die VW AG am 25. Mai 2020 wegen sittenwidriger und vorsätzlicher Schädigung verurteilt. Der Autobauer ist im ersten Diesel-Abgasskandal gegenüber seinen Kunden zum Schadensersatz verpflichtet. Am Europäischen Gerichtshof sind in einem Gutachten am 30. April 2020 temperaturabhängige Abgasregulierungen für unzulässig erklärt worden. Es ist davon auszugehen, dass Fiat auch so genannte Thermofenster in den Dieselmotoren verwendet hat. Falls das so ist, stehen die Chancen gut, vor Gericht Schadensersatz zugesprochen zu bekommen. Unsere Kanzlei hat gegen die VW-Tochter Audi ein entsprechendes Urteil erwirkt.

Die Euro-Abgasnormen sind vielfältig und für Verbraucher auch verwirrend. Das Anhängsel "Temp" bedeutet ganz einfach nur "temporär", also zeitweilig bzw. vorübergehend. Euro 6d-TEMP gesteht einem Diesel auf der Straße den 2,1-fachen NOx-Ausstoß im Vergleich zum Prüfstand zu. Wenn das Auto im Labor also 80 mg/km ausstößt, dürfen es auf der Straße 168 sein. Euro 6d-Temp ist also ein Zwischenschritt zur Einführung der strengen Abgasnorm Euro 6d.

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Dr. Stoll & Sauer führte Musterfeststellungsklage gegen VW mit an

Unsere Rechtsanwaltskanzlei Dr. Stoll & Sauer ist ein der führenden Kanzleien im Abgasskandal. Wir haben bisher mehr als 15.000 Gerichtsverfahren im Abgasskandal bundesweit verhandelt und konnte bereits tausende positive Urteile und über 10.000 Vergleiche erstreiten.

Unsere beiden Gesellschafter und Rechtsanwälte Dr. Ralf Stoll und Ralph Sauer führten in der RUSS Litigation Rechtsanwaltsgesellschaft mbH für den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) zudem die Musterfeststellungsklage gegen die Volkswagen AG, verhandelten für 260.000 Verbraucher einen 830-Millionen-Euro-Vergleich aus und schrieben mit dem Abschluss des Verfahrens deutsche Rechtsgeschichte. Auch damals versuchte sich VW mit Rückrufen und Updates billig aus der Affäre zu ziehen. Doch im Namen von hunderttausenden Verbrauchern haben wir uns für Sie erfolgreich zur Wehr gesetzt. Auch bei Fiat verhelfen wie Ihnen zu Ihrem Recht gegen einen sich übermächtig fühlenden Großkonzern.