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Kanzlei Dr. Stoll & Sauer warnt vor Daimler-Gutschein

Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat sich mit dem Diesel-Abgasskandal in große Not gebracht. Und Not macht bekanntlich erfinderisch. Mit einem 100-Euro-Gutschein will die Daimler AG vom Abgasskandal betroffene Verbraucher in die Werkstätten locken, um die Nachrüstung von Diesel-Fahrzeugen mit Software-Updates anzukurbeln. Rechtsanwälte warnen jedoch vor vorschnellem Handeln.

„Am besten die Verbraucher ignorieren das Angebot“, sagte Ralf Stoll von der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH aus Lahr. Niemand sei verpflichtet, an einer freiwilligen Rückrufmaßnahme teilzunehmen. So etwas könnte nur das Kraftfahrt-Bundesamts anordnen. Daimler versuche schon jetzt die Zahl der Klagen gegen sich zu minimieren, so Stoll weiter, der mit seinem Partner Ralph Sauer in einer Spezialgesellschaft die Musterfeststellungsklage gegen den Autobauer Volkswagen führt.  

Der Daimler-Konzern hatte angekündigte, dass Käufer von Mercedes-Diesel-Fahrzeugen mit den Abgasnormen Euro 5 und 6b mit einem Verrechnungsgutschein im Wert von 100 Euro belohnt würden, wenn sie dafür in einer Werkstatt in Deutschland ein solches Update in ihrem Auto aufspielen ließen. Bei einem Update ergeben sich jedoch Risiken, wie Ralf Stoll weiter ausführte, hinsichtlich der Gewährleistungs- und Schadenersatzansprüche gegenüber Daimler. Wer ein Schreiben zu einer freiwilligen oder verpflichtenden Rückrufaktion erhalten hat, sollte sich von einem auf den Abgasskandal spezialisierten Anwalt beraten lassen.

Der Autobauer Daimler versinkt immer tiefer im Sumpf des Diesel-Abgasskandals. In einem von der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH geführten Verfahren vor dem Landgericht Stuttgart, 23 O 127/18, hatte das Landgericht im Juni die Daimler AG zu Schadensersatz bei einem Mercedes-Benz GLK 250 CDI Euro 5 verurteilt. Das Gericht warf der Daimler AG eine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung des Käufers vor. Daimler hatte in dem Fahrzeug eine unzulässige Abschalteinrichtung installiert. Das Gericht hielt das sogenannte Thermofenster für unzulässig und ging davon aus, dass die verfassungsmäßigen Vertreter der Daimler AG Kenntnisse von der Manipulation an den Motoren hatten.

 

Bereits im Juni reagierte das KBA auf die Verstrickungen von Daimler im Abgassumpf. Auf Anordnung des KBA musste Daimler unverzüglich 60.000 Diesel-Geländewagen vom Typ Mercedes-Benz GLK 220 zurückrufen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart verhängte zusätzlich im September ein Bußgeld von 870 Millionen Euro wegen fahrlässiger Verletzung der Aufsichtspflicht in einer mit der Fahrzeugzertifizierung befassten Abteilung. Der Konzern bezahlte die Strafe anstandslos. Anfang Oktober ordnete das KBA die nächste Rückrufaktion an. Dieses Mal erwischte es den Vorgänger des aktuellen Sprinters.

 

Bei der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH handelt es sich um eine der führenden Kanzleien im Abgasskandal. Die Kanzlei ist unter anderem auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert. Die Kanzlei führt mehr als 2000 Verfahren gegen verschiedene Autobanken wegen des Widerrufs von Autokrediten. Im Widerrufsrecht bezüglich Darlehensverträgen wurden mehr als 5000 Verbraucher beraten und vertreten. Daneben führt die Kanzlei mehr als 12.000 Gerichtsverfahren im Abgasskandal bundesweit und konnte bereits hunderte positive Urteile erstreiten. In dem renommierten JUVE Handbuch 2017/2018 und 2018/2019 wird die Kanzlei in der Rubrik Konfliktlösung - Dispute Resolution, gesellschaftsrechtliche Streitigkeiten besonders empfohlen für den Bereich Kapitalanlageprozesse (Anleger). Die Gesellschafter Dr. Ralf Stoll und Ralph Sauer führen in der RUSS Litigation Rechtsanwaltsgesellschaft mbH für den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) außerdem die Musterfeststellungsklage gegen die Volkswagen AG.