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Porsche Dieselskandal – Porsche wird erneut zu Schadensersatz verurteilt, Landgericht Berlin verurteilt bei einem Porsche Cayenne

Im Abgasskandal hat die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH gegen die Porsche AG ein weiteres Urteil erstritten. Das Landgericht Berlin, 56 O 40/18 hat festgestellt, dass die Porsche AG verpflichtet ist, Schadensersatz zu bezahlen für solche Schäden, die aus der Manipulation eines Porsche Cayenne Diesel resultieren.

Im Jahre 2014 erwarb der Kläger einen Vorführwagen Porsche Cayenne Diesel zu einem Kaufpreis von ca. 83.000 EUR. Nachdem er feststellte, dass sein Fahrzeug manipuliert ist, wandte er sich an die Rechtsanwälte der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, die für ihn Ansprüche geltend machte. Nachdem diese Ansprüche außergerichtlich zurückgewiesen wurden, erhob die Kanzlei für den Kläger Klage beim Landgericht Berlin. Der Klage gegen die Porsche AG gab das Landgericht nunmehr statt. Es stellte fest, dass die Porsche AG zum Schadensersatz verpflichtet ist. Der Kläger kann daher entweder den Minderwert des Fahrzeugs verlangen oder das Fahrzeug sogar vollständig gegen Rückzahlung des Kaufpreises zurückgeben.

Das Landgericht Berlin begründet seine Entscheidung damit, dass die Porsche AG den Kläger vorsätzlich sittenwidrig geschädigt habe. Durch das Verwenden und das Inverkehrbringen des Porsche Cayenne mit einer illegalen Abschalteinrichtung hat sich die Porsche AG sittenwidrig verhalten. Das Landgericht Berlin geht davon aus, dass der Vorstand der Porsche AG nicht nur über umfassende Kenntnis vom Einsatz der Software verfügte, sondern auch in der Vorstellung die Inverkehrgabe der mit einem mangelhaften motorbehafteten Fahrzeug veranlasste, dass diese unverändert und ohne entsprechenden Hinweis weiterveräußert werden würden. Deshalb schuldet die Porsche AG dem Kläger Schadensersatz.

Rechtsanwalt Dr. Ralf Stoll, der das Verfahren federführend für, teilt mit: „Es ist ein weiteres Urteil, welches unsere Kanzlei gegen die Porsche AG erstreiten konnte. Folgerichtig lässt sich die Rechtsprechung gegen die Volkswagen AG auch auf die Porsche AG übertragen. Es sind zwischenzeitlich tausende Urteile gegen die Volkswagen AG ergangen. Gegen die Porsche AG werden zahlreiche weitere Urteile folgen. Geschädigte sollten einen Rechtsanwalt aufsuchen, um sich beraten zu lassen.“