Porsche

Porsche stellt sich selbst gerne als Opfer dar - inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft jedoch in der Vorstandsetage, Rückrufe sind für mehrere Modelle erfolgt, die Dieselproduktion wurde vollständig eingestellt.

Wie ist der aktuelle Stand?

Inzwischen hat das KBA den Cayenne mit 3.0l V6  und 4.2 V8 sowie den Macan mit 3.0l V6 TDI Motor zurück gerufen. Diese Rückrufe betreffen nur Modelle der Euro 6 Norm.

Fahrzeuge der Euro 5 Norm sind bislang nicht zurück gerufen. Auch die vereinzelt hergestellten Panamera 4.l V8 TDI Fahrzeuge gelten derzeit als nicht betroffen.

Nach unserer Auffassung sind jedoch auch die Euro 5 Fahrzeuge manipuliert. Wieso sollten VW und Porsche sich in den USA und Kanada andernfalls zu diesen Fahrzeugen vergleichen? Wieso sollte der VW-Konzern bei den 1.2l, 1.6l und 2.0l manipulieren müssen - bei 3.0l jedoch ein Fahrzeug ohne Abgasmanipulation normgerecht bauen können?

Was raten wir Ihnen?

Ihnen stehen grds. alle unter dem Abschnitt "Rechtliche Möglichkeiten" dargestellten Varianten als Ansprüche zu. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir einen Neulieferungsanspruch schon deshalb nicht geltend machen können, weil Porsche keine mangelfreien Nachfolgefahrzeuge herstellt. Wir raten dringend zu einer Rückabwicklung - bitte lessen Sie diesbezüglich auch die Informationen zu den Folgen des Updates beim VW-Abgasskandal. Beim Macan wird immer wieder von Schwierigkeiten mit dem Dieselpartikelfilter berichtet, nachdem die "freiwillige Servicemaßnahme" durchgeführt wurde.

Für solche Fahrzeuge, bei denen ein Rückruf durch das KBA bereits erfolgte, raten wir zunächst zur außergerichtlichen Geltendmachung Ihrer Ansprüche. Sollte außergerichtlich keine Lösung gefunden werden, empfehlen wir den Klageweg. Wir klagen bereits für verschiedene Porsche Modelle und haben in Einzelfällen auch schon Erfolge erreicht.

Für solche Fahrzeuge, bei denen kein Rückruf durch das KBA erfolgte, raten wir ebenfalls zur außergerichtlichen Geltendmachung der Ansprüche. Dies ist insbesondere mit Blick auf die kaufvertraglichen Gewährleistungsansprüche zu empfehlen. Auch die Inhaber nicht offiziell betroffener Fahrzeuge leiden zudem unter dem Porsche Abgasskandal und müssen in der Regel bei einem Verkauf mit hohen Verlusten rechnen. Sollte außergerichtlich keine Lösung gefunden werden, steht Ihnen auch hier der Klageweg offen. Allerdings ist zu bedenken, dass Sie im Rahmen der Klage den Mangel am Fahrzeug - also die Abgasmanipulation - nachweisen müssen. Hierzu hilft es natürlich, wenn es einen offiziellen Rückruf gibt, da die Gerichte häufig in Anlehnung an die VW Verfahren von einem Mangel ausgehen. Daher raten wir derzeit dazu, Klagen bei nicht offiziell zurück gerufenen Fahrzeugen nach Möglichkeit zurück zu stellen.

FAQ

Gelten die Hinweise im Mandantenbereich auch für mich?

Da die Situation bei Porsche mit der im VW Abgasskandal vergleichbar ist, gelten unsere Empfehlungen und Hinweise auch für betroffene Porsche Fahrer.